Automatischer Netzwerkplan

Jetzt wirds haarig: Meine Vorgesetzten haben das Werbevideo gesehen und denken jetzt, dass CheckMK wie durch Magie einen automatischen Netzwerkplan erstellen kann, d.h. ich installiere CheckMK auf einem Server im Kundennetz und mit einem Klick werden alle verbundenen Geräte gelistet und wie sie aneinander angeschlossen sind, also so was wie “for device in network: tracert” und da einen schönen Graphen draus gemacht. Ach ja - VMs sollen als solche erkannt und den Server auf dem sie laufen als Vaterknoten haben. Ebenso sollen Switches/Router erkannt werden und welche Geräte daran hängen, also jeder Computer, jeder Server soll den Switch, an dem er hängt, als Vaterknoten haben.

Am besten antwortet einfach, dass das nicht geht.
(auf mich hören sie nicht, was vielleicht daran liegt, dass ich zu oft etwas als unmöglich abgetan hatte, was dann doch relativ leicht umzusetzen ging, wie z.B. ein Checkplugin für G Data - Tipp: Die Datenbank ist weder gesperrt noch verschlüsselt oder obfuskiert)
Falls doch, wie?
(ich nutze CheckMK seit fast 4 Jahren und habe auch schon Plugins geschrieben, die funktionieren sogar halbwegs, aber vom Experten bin ich weit entfernt)

Hi,
so etwas sehe ich nicht in CheckMK. Für das Erstellen von Netzwerkplänen gibt es andere Tools, die du evtl. mit Daten aus dem CheckMk füttern kannst.
Gruß, Christian

Da gibt es doch was von Ratiopharm^w Heinlein Consulting: check_mk_extensions/helper/bin/vm_parent.py at cmk2.0 · HeinleinSupport/check_mk_extensions · GitHub

Grundsätzlich lässt sich vieles automatisieren, z.B. mit dem DCD auch VMs anlegen, die über die Piggybackdaten der vSphere-Abfrage reinkommen.

Es gibt auch einen Netzwerkscan, der Host über die PTR-Records von gefundenen IP-Adressen anlegt.

Das ist aber immer customized, weil jede Umgebung andere Anforderungen hat.

Was es noch nicht gibt, ist ein Automatismus, der die FIB (MAC-Datenbank) von Switchen heranzieht, um Parents automatisch zu setzen. Denkbar wäre das aber auch.

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Äh danke? (wenn das klappt, wird es zumindest die Darstellung von unserem eigenen Netz etwas verbessern)
Jetzt hab ich n Haufen blöder Fragen.
Was heißt DCD?
In welches Verzeichnis muss ich die vm_parent.py kopieren und wie gebe ich CheckMK Bescheid, dass der die nimmt (ich vermute mal, das geht über ne Regel)?

Hi @Jupitec

und willkommen in der Checkmk Community!

Robert und Christian haben schon viele gute Punkte gebracht. Vielleicht sollte @gulaschcowboy Deine Vorgesetzten mal “durchwilmsen” (inside joke). Das Thema “automagische Netzwerkpläne” ist ein Lieblingsthema von ihm.

Um auch noch was Nützliches zu schreiben: Der DCD ist der Dynamic Configuration Deamon (Checkmk Enterprise only), mehr dazu gibt es hier: Dynamische Host-Konfiguration - Überwachen von dynamischen Infrastrukturen

Damit könntest Du, wie von Robert schon geschrieben, zumindest das VM-Problem erschlagen.

Viele Grüße
Elias

vm_parent.py ist ein Skript, das z.B. per Cronjob in der Instanz laufen kann. Es hat keine GUI.

Dazu braucht es unseren CheckMK-API-Wrapper von check_mk_extensions/check_mk_api at cmk2.0 · HeinleinSupport/check_mk_extensions · GitHub

Bei sind als MKP verfügbar und damit einfach in der Instanz zu installieren.

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Ist zwar nicht CheckMK und ich weiß auch nicht ob man das “verheiraten” kann, aber um Netzwerke zu mappen ist netdisco ein ganz handliches Tool: Home · netdisco/netdisco Wiki · GitHub

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