HP ILO Redfish -> Limits für FAN %?

Moin Leute

Gibt es eine Möglichkeit bei den per iLO ausgelesenen Lüftern (via Redfish) Schwellwerte für WARN und CRIT für die Lüfter (%) einstellen zu können?

Via ILO kommen die ja nicht - allerdings bietet CheckMK hier auch keine Möglichkeit?

Greetz
Ovrld

Der Check nimmt die Levels welche vom iLO selbst reportet werden.
Im Moment gibt es hier keine Möglichkeit die Levels selbst zu bestimmen.

Ja das ist mir klar - nur die Frage ist: Kann man das nicht CheckMK seitig erweitern? Theoretisch sollte das ja relativ einfach sein - den aktuellen Wert z.B. liest er ja aus. Theoretisch kann man dann auch gleich noch einstellen, dass er für die Fans Performance Daten schreibt

Das macht er doch egal ob Prozent oder RPM.
Eigene Schwellwerte ist halt nicht so einfach da ja RPM und Prozent im selben Check existieren und vorher das System nicht weiß was hier benutzt wird. Im Endeffekt ist das schon recht aufwendig.

Ach stimmt, Performance Daten schreibt er jetzt.

Bei meinen iLO 5 Systemen aber z. B. wird nur nur % zurück gegeben. Auch die Performance Daten sind nur in %. Jetzt müsste nur noch eine Möglichkeit her, dass man WARN und CRIT für xy % setzen kann.

Oder meinst du das Problem ist eher, weil unterschiedliche Systeme unterschiedliche Angaben machen - wie z. B. %, RPM oder “Normal” :smiley:

Genau deshalb ist das mehr Arbeit.

Werden die Daten nicht via SNMP ausgelesen?

Wenn ja, ist das überhaupt kein Problem, hab ich dutzende male gemacht.
Allerdings mittels eigenen Plugins geschrieben:
Exakte Werte auslesen :arrow_forward: passende Schwellwerte :arrow_forward: Coole Dashboards

Die Schwellwerte müssen auch nicht “direkt” bekannt sein … es kann durchaus Fälle geben, wo man sich passende Werte besorgen muss z.B. bei den Lüftern über Data-Sheets vom Lüfterhersteller.

Das wäre am Ende noch eine Alternative - hab allerdings ca. 15 HP Server unterschiedlichen Typ’s mit diversen Lüftern in unterschiedlichen Räumen. Da wäre eine Möglichkeit das gleich zentral via Redfish machen zu können schon ideal.

Ich sage es mal so:
Kommen alle Werte zentral über eine gescheite (nicht kaputte API), dann via RedFish.
Andernfalls via SNMP.
Ob HP wirklich überall unterschiedliche Lüfter verbaut hat, sollte man gegenprüfen … kann mir vorstellen, dass dem nicht so ist.

Anyway: Custom Plugin wird es wahrscheinlich sein. Hat den Vorteil, wenn man dies einmal verstanden hat, geht das gut auch rüber für zukünftige Use-Cases.

Mag sich jetzt doof anhören (hab diese 90er TV-Serie im Kopf wo es hieß "was nicht passt, wird passend gemacht), so mach’ ich das auch mit Checkmk: Kann ich mit etwas kommunizieren? Wenn Ja, dann geht es auch mit checkmk.

Interessant wird es, wenn (besonders bei API’s) dann sich herausstellt, dass der Hersteller geschlampt hat.
O-Ton von einem Back-up Hersteller “Ach die API ist ganz neu, die haben wir nicht getestet” … diese spezielle Anwendung wurde ganz schnell entsorgt :smiling_imp:

Wenn man ein totes Pferd reiten will dann kann man das tun.

Es gibt eigentlich keine Notwendigkeit für die Lüfter eigene Schwellwerte zu definieren.
Der Status der Lüfter wird eh vom System bestimmt also sagt das iLO selbst wenn die Lüfter ein Problem haben.

Notwendigkeit gibt es schon. z. B. wenn die Lüfter “falsch eingestellt sind” weil z. B. ein Preset wie MAX Cooling oder MAX Performance ausgewählt wurde. Oder das, ich glaube 3.08 ILO 5 FW Update, welches einen Fehler hatte wodurch die Lüfter deutlich schneller gedreht haben (bei gleichbleibender Temperatur) - daher hab ich das Problem z. B. Server stand in einem kleinen Lagerraum neben dem Büro und die Anwender haben sich beschwert.

Richtig.

Meiner Erfahrung nach (mit X 10.000 Systemen …).

Lüfter sollte man auch mal aus rein mechanischer Sicht betrachten. Was bedeutet das?

Nehmen wir mal an, wir haben in einem 19" Server 8 Hochleistungslüfter. Diese Lüfter saugen wörtlich nicht nur Luft an, sondern auch Staub und sonstigen Dreck. Ein durchaus gängiges Szenario ist, dass einzelne Lüfter stärker verschmutzen als andere.

Das Resultat ist eine verringerte Leistung, bis hin zum Ausfall. Fällt ein Lüfter aus, so ist das Piepkonzert in vollen Gange und eine “allgemeine” Meldung meckert rum das irgend etwas nicht stimmt.

Habe ich hingegen jeden einzelnen Lüfter sauber überwacht und dazu auch passende Dashboards im Einsatz, so sehe ich bereits (Buzzwort “proaktiv”) Tage vorher irgendwelche Ausreißer, die auf Lagerschäden bzw. Hemmung durch Dreck zurückzuführen sind. All das auch noch „Lüfter genau“.

Schwellwerte können nicht nur die Herstellervorgaben berücksichtigen, sondern auch (und insbesondere) bei der eigenen Extremwert-Analyse helfen.

Mag sich jetzt bisschen wild anhören, ist jedoch gängige Praxis in der Elektronik-Diagnose ➞ KFZ Bereich und Oszilloskop Diagnosen, hier wird oft sogar mittels Scope ein Problem in der Mechanik diagnostiziert.

Anyway, back to checkmk:
Jeden Lüfter aufnehmen und Schwellwerte definieren. Hat man keine, muss man sich annähern.

Kleines Beispiel Switche von Extreme-Networks: Hier meckerte checkmk stets rum, dass die Switche überhitzen, da die Schwellwerte bei 85° C anschlugen … es stellte sich heraus, dass lt. Hersteller irgendwas mit 105°C noch ok sei (ich hab die exakten Werte nicht mehr im Kopf, es war jedoch über 100°C).

Deshalb wäre es ganz nice, wenn das mit in das Redfish Plugin kommt. Dann hat man alles aus einem Guss und muss nicht noch SNMP oder ein eigenes Redfish Plugin da mit rein basteln.