Systemd Timesyncd Zeitsynchronisation - Erfahrung

Hallo zusammen,

wir haben bei uns eine Windows Domäne und einen internen NTP Server (DC). Für Windows haben wir schon die Schwellwerte angepasst (Bild 1) aber für Linux Systeme kam jetzt ein Kollege auf mich zu und dort bräuchte ich rat.

Windows

Linux ← Standardwerte
image
.
Aussage:
“Bei den Linux-Server reicht doch 1 sync alle 24h und ne Differenz unter 2 Minuten ist nicht der rede wert.” sowie meinte Er das der Sync alle 24h ausreicht.

Würdet ihr da mit gehen mit der Aussage und wie ist eure Erfahrung bei Linux Servern (hier betrifft es einen Linux DB Server). Welche Werte wären hier sinnvoll um auch den Kollegen zufrieden zu stellen :slight_smile:

Vielen Dank im Vorfeld
MfG Paul

Nein. Wenn Server (und grade DBs) produktiv genutzt werden, ist heutzutage auch eine genaue Zeit notwendig. Jede Abweichung, die größer als eine halbe Sekunde ist, iist da tötlich.

NTP schafft das üblicherweise auch problemlos in virtuellen Umgebungen.

3 Likes

Das kann ich nicht nachvollziehen. Bei der Loganalyse beispielsweise will man doch exakte Übereinstimmung (sekundengenau oder besser), um einzelne Events korrelieren zu können.

2 Likes

Vielen Dank für eure Antworten und ich werde es intern besprechen.

Ich kenne die genauen Linux Versionen nicht aber ich habe diesen Service “Systemd Timesyncd Time” nur 2 mal in unserer Umgebung und bei anderen Linux Systemen dagegen den Service “NTP Time”.

Der Linux DB Server hält ein MySQL Cluster (8er Version) für Nextcloud und seine Werte sehen derzeit so aus.


.

Bei meinen Testsystem mit Ubuntu 20.04 LTS (ohne irgendwas drauf) sehen die Werte fast identisch aus.


.

Dagegen ein SAP Linux Server mit dem Service “NTP Time”

Ist der Service “Systemd Timesyncd Time” oder was dahinter steckt sensibler?

MfG Paul

Ich meine der Service ergibt sich je nachdem was auf dem System aktiv ist.

also via systemd “timesyncd” oder “ntpd”

https://wiki.ubuntuusers.de/systemd/timesyncd/

https://prog.world/linux-time-synchronization-ntp-chrony-and-systemd-timesyncd/

Die Graphen sehen meiner Meinung nach auch ok aus. Viel wichtiger ist bei der Bewertung von solchen Graphen auch ob es sich um virtuelle oder physische Maschinen handelt.
Bei virtuellen Servern kann viel schneller mal ne Abweichung um paar Millisekunden auftreten wie bei physischen.
So lange einzelne Millisekunden nicht dauerhaft bleiben oder mehr werden ist das alles ok.

Es sind vSphere VM bei uns im Einsatz.

Die Graphen für Systemd Timesyncd sehen übrigens auch deshalb anders aus, weil es einen Bug bei der Erfassung der Werte gibt. Alles > 1 ms wird als µs gespeichert. Dort wo die Werte scheinbar auf 0 sind, sind sie eigentlich am größten.

Nachdem der Bugfix allem Anschein nach nicht nach 2.0 backported wird, habe ich mir die timesyncd.py nach local kopiert und dort repariert.

Fix calculation of seconds in timesyncd check · tribe29/checkmk@657b529 · GitHub)